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Photo: B. Martinez

Morgane  Heyse  zeigt  (...)  nicht nur  große  spielerische  Wandlungsfähigkeit  und  emotionale  Breite,  sondern  vor  allem  ihren  perlenden  Koloratursopran,  der  in  jeder  Lage  mit  heller  Strahlkraft  und  Brillanz  begeistert."

Die deutsch-französische Koloratursopranistin Morgane Heyse wuchs zweisprachig in einer musikliebenden Familie auf. Nach einer mehrjährigen Ausbildung auf der Bratsche führte ihre Leidenschaft für das Singen sie nach Belgien: Sie erwarb Abschlüsse in Gesang und Gesangspädagogik am Conservatoire royal de Liège und war danach bis 2017 Mitglied der Internationalen Opernakademie in Gent.

Heute profitiert sie von Axel Everaerts Unterricht

Ihr vielfältiges Repertoire reicht von Renaissancemusik bis in die Gegenwart.

Auf der Opernbühne feierte sie in der Saison 2021/22 Erfolge als Gepopo in Ligetis Le Grand Macabre am Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin und als Königin der Nacht (Die Zauberflöte) am Staatstheater Braunschweig. Zu ihren bisherigen Rollen zählen auch Aspasia in Mozarts Mitridate, Antigona in Händels Admeto, Pallade in Caldaras La contesa de’ Numi, Orasia in Telemanns Orpheus, Belinda in Purcells Dido and Aeneas, Gretel in Humperdincks Hänsel und Gretel, Sivene in Glucks Le cinesi, Rapunzel in Sondheims Into the Woods, Erster Geist in Massenets Cendrillon sowie die Prinzessin und die Hirtin in Ravels L’Enfant et les sortilèges.
Im Operettenbereich sang sie Ernestine (Monsieur Choufleuri restera chez lui) und Inès (Les Bavards) am Brussels Operette Theater.

2019 debütierte Morgane Heyse an der Wiener Volksoper in der Rolle der Maids in Thomas Ades’ Powder Her Face und war an der Brüsseler Monnaie in der Uraufführung von Benjamin Attahirs Le Silence des ombres zu hören.

Zu ihren Projekten in der Spielzeit 2022/23 zählen Mozart-Arien im Saisoneröffnungskonzert des Orchestre des Champs-Élysées, verschiedene Rollen am Mecklenburgischen Staatstheater sowie Ännchen und das Schlaue Füchslein und ein Händel-Programm am Königlichen Theater Carré in Amsterdam.

Unter Anleitung ihres Mentors Jean-Pierre Peuvion hat sich Morgane Heyse als Interpretin zeitgenössischer Musik profiliert. Sie war in Werken von Komponisten wie Cage, Ligeti, Scelsi, Berio, Takemitsu, Pierre Bartholomée, Benoît Mernier und Baudouin de Jaer zu hören, wobei sie auch in mehreren Uraufführungen mitwirkte.

Als Oratoriensängerin übernahm sie Solopartien in Mozarts C-moll Messe unter der Leitung von Philippe Herreweghe in die 2022 Salzburger Festspiele, Bachs Johannes-Passion, Händels Messiah, Gounods Messe solennelle, Pergolesis Stabat Mater, Vivaldis Magnificat und Faurés Requiem.

Morgane Heyse erhielt mehrere Preise, darunter die Auszeichnung als Beste Interpretin beim Armel Opera Festival 2017. Auf CD ist sie auf einem Album mit Liedern von Jean-Pierre Peuvion (Chansons Indigo), in einer Live-Aufnahme von Pascal Zavaros Oper Manga-Café und als Statue in Rameaus Pygmalion mit dem Apotheosis Orchestra unter Korneel Bernolet zu hören.